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Fahre wieder 1200 Kilometer durch Europa. Auf dem Rückweg bin ich für ein paar Stunden in Aletas Heimatstadt. Treffe Aleta für ein paar Stunden, sie freut sich auch über ein Wiedersehen. Aber sie ist immer noch scheu.
In den Tagen vor Weihnachten, schickt sie mir auf einmal täglich emails. Bin sehr erfreut darüber. In meinem Überschwang lade ich sie ein, Silvester doch bei mir zu verbringen. Sie erteilt mir eine Absage, bin aber nicht sauer auf sie, denn ich verstehe sie. War nur ein Versuch.
Der email-Kontakt setzt sich nach Weihnachten bis in den Januar hinein fort.
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Habe einen neuen Job in meiner alten Firma. Unmittelbar nach dem Einstellungsgespräch fahre ich zu einem Seminar und zum Kongress. Vor dem Kongreß erkläre ich dem Kandidaten, wenn er Aleta in die Sache hineinziehen würde, würde ich mit sofortiger Wirkung zurücktreten. Er verspricht mir, es nicht zu tun und hält sein Versprechen. Dafür bin ich ihm noch heute dankbar.
Auf dem Kongress beschimpfen mich ein oder zwei Mitglieder aus Aletas Verband, halte meine Linie aber durch. Gerade diese zwei warne ich davor, Aleta zu sehr unter Druck zu setzen, sonst hätten sie ernsthaften Ärger mit mir. Ich vermeine Feindschaft aus ihren Augen zu spüren. Aleta ist zum Glück nicht da, wohl auch besser so für sie, auch wenn ich sie sehr vermisse.
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In den Tagen läuft meine Email-Box heiß. Guinvere schimpft mich heftig und meint, wenn mir Aleta wirklich etwas bedeuten würde, dann dürfe ich sie auf keinen Fall als Kronzeugin heranziehen. Habe ich auch gar nicht vor, schreibe ihr von meinem Vorschlag. Guinvere meint, wenn Aleta jetzt nicht wisse, was sie an mir habe, dann würde sie es wohl nie kapieren.
Es baut mich ein wenig auf.
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Bin auf Jobsuche, von Aleta höre ich nichts. Sie antwortet nicht auf meine Karte, die ich ihr als Dankeschön für den Urlaub geschickt habe. Bin auf Stellensuche und fahre einmal 800 Kilometer, um in unsere Geschäftstelle zu fahren, um mich auf den Kongress vorzubereiten. Merlin hat mir seine Wohnung zur Verfügung gestellt. Gehe am Abend mit Freunden essen. Ein Freund berichtet mir, daß Aletas Verband für mehr Mitglieder bezahlen würde, als sie tatsächlich hätten, Aleta hätte es ihm erzählt. Ich kann ihn verstehen, er würde gerne Vorsitzender werden und Aletas Verband könnte seinen Ambitionen schaden. Verbringe eine schlaflose Nacht, überlege ständig, wie kann ich meinen Pflichten gegenüber dem Verband nachkommen, ohne Aleta hineinzuziehen.
Ich möchte sie nicht als Kronzeugin heranziehen, ich möchte nicht, daß sie von anderen verletzt wird. Aber ich sehe auch meine Pflichten. Rufe einen guten Freund an und erzähle ihm von der Situation. Er meint, ich solle sie auf keinen Fall heranziehen, unser Generalsekretär sieht das genauso. Rufe Aleta an, wir reden lange über die Geschichte und verspreche ihr, sie herauszuhalten. Am Abend führe ich noch weitere Gespräche mit Aletas Verband, muß mich teilweise übel beschimpfen lassen. Ich versuche einen Spagat, sagen ihnen sie müssen wir die Mitgliederlisten liefern, dann gibt es kein Problem.
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Mir ist recht flau im Magen, stehe am Bahnhof und warte auf Aleta. Habe Angst, daß sie es sich doch anders überlegt hat. Aleta kommt eine Stunde später an, wir wandern durch die Großstadt, aber ich merke, wie scheu sie ist. Ich versuche nichts näheres, denn ich fühle ihr Unwohlsein, auch wenn ich technisch durchaus auf mehr vorbereitet war. Aber ich möchte sie einfach nicht erschrecken und zu sehr bedrängen.
Wir begeben uns nach zwei Tagen zum Hafen, essen eine Kleinigkeit. Auf dem Weg aus dem Restaurant treffen wir weitere Freunde. Sie erzählen uns vom Tod Prinzessin Dianas und mich bewegt ihre Reaktion, als sie sofort an Di’s Kinder denkt.
Beim Inseltreffen sehen wir uns kaum, nur ein paar Mal reden wir näher miteinander. Erst am letzten Abend sprechen wir näher miteinander. Sie meint, sie wäre wegen der Geschichte vor ein paar Monaten erledigt. Ein Gedanke, den ich nicht teile, aber sie läßt sich nicht davon abbringen.
Aleta muß am nächsten Morgen früh fahren, ich muß leider noch ein wenig bleiben, habe Vorstandssitzung. Trotz durchgemachter Nacht stehe ich am nächsten Morgen früh auf, möchte mich von ihr am Hafen noch verabschieden. Sie scheint recht erfreut, daß ich sie noch verabschiede. Als das Boot verschwindet, drehe ich mich ab, ich habe Tränen in den Augen.
Merlin lädt mich noch auf eine Cappucino ein, er hatte seine Frau zum Boot gebracht. Er meint, er hätte meine Tränen bemerkt und ich bräuchte mich dieser Tränen nicht zu schämen. Ich sage ihm, Aleta würde wohl noch ein halbes Jahr brauchen, bevor mehr daraus werden könnte. Er gibt mir den Rat, ich solle mir keine Frist setzen, sondern das einfach als einen Traum betrachten, der in Erfüllung gehen kann. Diesen Rat werde ich beherzigen.
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Ich komme am nächsten Tag aufgeräumt in meine Firma. Mein Vorgesetzer ruft mich an, er möchte mit mir reden. Er kommt gegen Mittag vorbei und überreicht mir meine Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen. Ich muß nur noch am nächsten Tag arbeiten, dann würde ich meinen Urlaub und meine Überstunden nehmen. Gerne würde ich Aleta anrufen, aber ich will sie wieder nicht belasten.
Aleta ruft mich aber am nächsten Tag, in meiner letzten Arbeitsstunde an. Es tut mir unheimlich gut, daß sie es, ohne es zu wissen jetzt gerade anruft. Ich verspreche ihr einen Rückruf am Abend, bei dem ich ihr erzähle, was mir am Vortag passiert ist.
Wir plaudern lange über unseren Urlaub. Ich buche das Hotelzimmer.
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Ich bin wieder auf einer Tagung. 600 Kilometer fahre ich durch die Gegend, nicht nur wegen dem Treffen, sondern auch in der freudigen Erwartung, Aleta wieder zu sehen. Von Aleta habe ich seit meinem Brief nichts mehr gehört und mir ist ein wenig bang. Vielleicht will se doch nicht mir in Urlaub fahren. Am ersten Tag kommt sie noch nicht, am zweiten Tag kommen wir vom See zurück und ich sehe Aleta dort sitzen. Mein Herz hüpft vor Freude.
Wir sitzen in gemütlicher Runde zusammen, irgendwann am Abend bin ich ins Gespräch Aleta vertieft. Ich rede vom Tod meines Vaters, über die letzten Wochen, Aleta berührt sanft und voller Mitgefühl meine Hand, nehme aber nicht richtig wahr, daß sie ihre Hand scheu zurückzieht, als ich es bemerke. Sie stimmt dem gemeinsamen Urlaub zu, wir sprechen miteinander bis lange in die Nacht. Als ich mich von ihr am nächsten Tag verabschiede, bin ich berührt, eine Träne schwimmt in meinem Auge.
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Auf der Beerdigung meines Vaters fehlt mir Aleta sehr. Sie weiß noch gar nichts davon, denn ich möchte sie nicht aufregen. Die Freundin meines Vaters sagt mir nach der Beerdigung, ich sei wie er. Es würde mir schwer fallen, über meine Gefühle zu reden. Ich muß zugeben sie hat recht und nehme mir vor, es zu ändern. Ein guter Rat zur falschen Zeit.
Ich schwöre mir, sollte es mit Aleta und mir etwas werden, dann werde ich mit ihr an sein Grab kommen.
Am Abend – besser in der Nacht – schreibe ich Aleta einen Brief und berichte ihr von den letzten Tagen. Ich schreibe ihr auch von Gefühlen, allerdings zum falschen Zeitpunkt.
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Aleta hat mir eine email geschrieben. Sie hofft es geht mir gut und meinem Hund auch. Ich freue mich riesig.
Am Abend kommt dann der Hammer. Meine Stief-Großmutter, die ich einfach Omi nenne, denn sie hat mich stets als ihren Enkel angenommen und mich in den letzten Jahren immer wieder schrittweise meinem Vater näher gebracht, ruft mich an.
Sie sagt mir, daß heute Nacht mein Vater gestorben sei. Ich bin unendlich traurig, denn ich konnte erst in den letzten Monaten seines Lebens entdecken, was für ein wundervoller Mensch er eigentlich ist. Er hat mir in den Monaten mit Aleta oft geholfen und ich fand es schade, daß er Aleta nie kennenlernen konnte.
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Ich hab mich bei Aleta für die tollen Stunden und das was sie zu mir gesagt hat bedankt. Ein paar Tage später rufe ich sie an, sie wirkt kühl, meint ich solle mir nicht zu große Hoffnungen machen, sie wisse nicht, ob sie es schaffen könnte.
Aleta meldet sich recht selten, sie scheint wohl Angst vor ihrer eigenen Courage bekommen zu haben. Nur sporadisch eine email, kaum ein Anruf.
Irgendwann in diesen Wochen telefoniere ich mit meinem krebs-kranken Vater. Er scheint mir einen guten Eindruck zu machen, ich merke wie sehr er um sein Leben kämpft und bin beruhigt. Aber ich weiß nicht, daß es das letzte Mal war, daß ich seine Stimme gehört habe.
Aleta habe ich nichts von der Krankheit meines Vaters erzählt, ich möchte sie nicht aufregen und mein Vater scheint mir auf einem guten Weg.
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Bin auf einer Tagung in Aletas Heimatstadt. Sitze irgendwo im Saal und unterhalte mich mit einem Freund über das Referat, versuche mich auf die Ansprache zu konzentrieren. Mein Freund dreht sich um, ich bemerke es und drehe mich auch um. Aleta sitzt da in einem grünen Hosenanzug, der ihr äußerst gut steht wie ich bemerke. Sie strahlt über das ganze Gesicht, als sich unsere Blicke treffen, ihre Hand winkt mir einen kurzen Gruß zu. Ich freue mich sehr, sie endlich wiederzusehen, betrachte sie aber nur als Freundin, die meine Hilfe braucht. So rede ich es mir zumindest ein.
Habe sehr viel zu tun, während der Tagung. Aleta bittet mich um ein Gespräch, natürlich willige ich ein, später wenn der ganze Trubel rum ist, mich mit ihr zu unterhalten.
Wir sitzen nebeneinander im Saal, es sind Wahlen, die Leute begeben sich aus dem Saal, um ihre Stimme abzugeben. Ich beeile mich mit der Stimmabgabe, denn Aleta will mit mir sprechen.
An den Saal kann ich mich kaum erinnern, zu wichtig war mir das Gespräch mit ihr. Wir unterhalten uns lange über die Geschehnisse der letzten Monate, ich berichte ihr von meinen Sorgen, die ich mir um sie gemacht habe. Erzähle ihr auch, wie es mir ging, als ich von den Geschehnissen während ihres Praktikums erfahren habe.
Sie fällt mir um den Hals, küsst mich und sagt dann die wohl schönsten Worte, die ich jemals in deinem Leben gehört habe.
„Ich hab’ dich unheimlich lieb.“
Mir schiessen die Tränen in die Augen, nur mühsam kann ich sie zurückhalten. Bin nur noch zu einer schwachen Erwiderung
„ich dich auch“
fähig, aber sie redet mich einfach nieder. Sie schlägt mir vor, vor dem jährlichen Inseltreffen einen gemeinsamen Urlaub zu verbringen. Sie findet es toll, wie ich ihr beigestanden habe und daß sie noch viel Zeit brauchen würde, bis wir eine Beziehung mit allem was dazu gehört, haben könnten. Ich weiß, was sie meint. Das einzige, was ich noch sagen kann, ist:
„Wir können es schaffen, wenn wir es beide wollen.“
Kein Wunder, daß ich danach sehr aufgeräumt war. Ich konnte alle Engel für uns beide singen hören.
Auf dem Heimweg hörte ich im Radio einen Song der Beatles:
„I feel fine.“
Genauso habe ich mich auch gefühlt.
In der Nacht erhalte ich von Aleta noch eine email, sie bedankt sich und verspricht jetzt öfters in ihre email zu schauen.
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Aleta hat mir eine Postkarte geschrieben. Sie schreibt, sie würde nicht zum nächsten Ausschuss fahren, sie würde sich aber auf ein Wiedersehen mit mir freuen. Kurz, aber nur sehr kurz, streift mich die Hoffnung, es könne vielleicht mehr daraus werden. Aber den Gedanken verdränge ich sehr schnell, denn schließlich geht es um sie und nur um sie.
Auf dem Ausschuss erhalte ich den ersten Brief, den ich an sie geschrieben habe, zurück. Egal, denke ich mir, ich sehe sie sowieso in ein paar Tagen.
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Ich habe in den Tagen nach meinem Brief oft an Aleta gedacht.
Aleta hat mir auch geantwortet. Sie schreibt mir, mein Brief hätte ihr soviel bedeutet und freut sich, daß ich noch immer an sie denke. Sie würde das brauchen. Sie würde mich gerne einmal wiedersehen und bedauert es, daß ich nicht in ihrer Heimatstadt wohne und würde sich jetzt gerne mit mir unterhalten. Sie bitte mich ich solle von mir hören lassen.
Natürlich antworte ich ihr, eisern mit dem Gedanken ich muß einem Menschen, den ich kaum kenne, helfen.
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Habe noch immer keine Nachricht von Aleta. Habe den Brief an einen Freund von ihr geschickt mit der Bitte, ihr den Brief zu geben. Merlin meint ich solle mich nicht darauf verlassen, daß Aleta den Brief tatsächlich erhalten würde.
Sofort nach der Vorstandssitzung schreibe ich ihr einen zweiten Brief, dieses Mal direkt ins Krankenhaus.
Daneben erfahre ich, daß mein Vater Krebs hat. In den vergangenen Monaten hat sich das Verhältnis zu meinem Vater sehr verbessert. Besuche ihn in den vergangenen Monaten mehrmals. Inzwischen weiß auch er von Aleta, er hat mich in den vergangenen Monaten oft wegen ihr aufgemuntert und mir hat sein Zuspruch sehr gut getan. Er sieht es genauso wie ich, ich muß als Freund helfen.
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Aletas Brief kam an. Über den Inhalt war ich schlicht entsetzt. Verstehe jetzt wie dreckig ihr es geht, zwar nicht wegen mir, aber ich bin mehr als beunruhigt. Sie bittet mich um Hilfe, mich, einen Menschen, den sie in ihrem Leben erst ein paar Mal gesehen hat. Ich beschliesse sofort ihr helfen.
Merlin meint, der Brief könne ein Zeichen dafür sein, daß sie mich liebt, auch wenn sie vielleicht gar nicht weiß, was Liebe ist. Lasse mir von unserem Generalsekretär die Nummer ihres Krankenhauses geben. Versuche sie anzurufen und erhalte als Antwort, daß sie inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen wäre.
Erfahre später, daß sie wieder in ihrer Heimatstadt ist. Schreibe ihr einen Brief, als Freund und nur als Freund.
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Unser Geschäftsführer ruft mich an, meint da wäre ein Brief an mich. Ich sage ihn er solle ihn mir vorlesen, aber er meint er sei von Aleta und möchte den Brief nicht öffnen. Er wird ihn gleich losschicken.
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Heute ist mein 30. Geburtstag, rechte Freude will nicht aufkommen. Kein Wunder, war die ganze Nacht wach und bin noch immer wie gerädert.
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War die letzten Tag recht gut drauf. Bin am Sonntag im Büro, komme gegen 17.30 Uhr heim. Meine Mutter meint, ich solle Merlin dringend zurückrufen. Das tue ich natürlich sofort.
Merlin fragt mich:
„How are you, how strong are you now?”
Ich antworte er wisse genau ich ware wieder O. K. Er solle mir doch sagen was los wäre.
„It’s because of Aleta ... “
... ich beginne aufzuhorchen ...
„She tried to kill herself.“
Mir fehlen heute noch die Worte, mein damaliges Entsetzen zu beschreiben und mir zittern beim Schreiben dieser Zeilen die Hände. Merlin verspricht sie heute noch im Krankenhaus und mich gegen 22 Uhr zurückzurufen.
Ich bin fertig, muß erst einmal mit meinem Hund Gassi gehen, damit ich endlich wieder einen einigermaßen klaren Gedanken fassen kann. Mir tut es weh, ich frage mich, was es gewesen sein könnte.
Gegen 23.30 Uhr ruft mich Merlin an.
Er meint sie wäre einigermaßen auf dem Damm, er konnte zwar nicht alles verstehen, was sie miteinander gesprochen hätten, da sie meist in ihrem Dialekt gesprochen hätten.
Wegen der Telefonkosten rufe ich Merlin zurück. Er meint, Aleta hätte auch mal kurz von mir gesprochen, als sie Merlin fragte, was es Neues gäbe. Merlin meinte ein paar Kollegen würden mir Schwierigkeiten machen und sie antwortete traurig, ich würde soviel arbeiten und die anderen würden mir nur Steine in den Weg werfen.
Die Neuigkeit hat sich Merlin allerdings bis zuletzt aufgehoben. Auf dem Nachtkästchen in ihrem Krankenzimmer läge ein Brief an mich.
Ich bleibe noch lange wach. Weiß zwar nicht, ob ich den Brief jemals erhalten werde, aber mich bewegt der Gedanke, daß sie ausgerechnet in dieser Lage an mich denkt.
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In den Tagen zwischen Weihnachten und Drei-König meine ich die ganze Sache überwunden zu haben. Aleta wäre es sicher nicht recht, wenn ich an ihr kaputt gehen würde.
Ein paar Tage später muß ich Aleta anrufen, bin eigentlich ziemlich sauer auf sie, denn sie hat die Dinge immer noch nicht erledigt. Nach mehreren Tagen hebt sie endlich einmal ab. Schon bei den ersten Worten von ihr merke ich, es geht ihr nicht gut. Meinen Anschiss schenke ich mir daher und versuche mit ihr einigermaßen Zuspruch zu geben. Ich war sehr froh über unser Gespräch, denn ich meine wir könnten wenigstens gute Freunde werden.
Mitte Januar haben wir eine Sitzung in unserer Geschäftsstelle. Sprühe vor Kampfesmut und versuche die deprimierten Kollegen aufzurichten. Merlin, unser Vorsitzender, meint am Abend, ich sei wieder recht gut drauf. Den Eindruck hatte ich auch. Ich berichte Merlin von dem Telefonat und meinen Eindrücken. Er hat auch das Gefühl, ich wäre über die Sache hinweg. Nach dem Abendessen gehen wir zurück ins Hotel, ich merke beiläufig, wie über die Straße laufe, in der Aleta wohnt. Aber ich versuche gleichgültig zu bleiben.
Der zweite Tag der Sitzung läuft leider nicht so erfreulich, scheitere mit ein paar Vorschlägen, bin ein wenig frustriert.
Ein Freund von Aleta erzählt mir sie hätte Probleme mit dem Rücken. Schreibe ihr eine Karte und wünsche ihr gute Besserung.
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War vor ein paar Tagen auf einem Seminar. Guinevere erzählt mir, daß es Aleta nicht gut ginge. Den Eindruck hatte ich auch, denn sie hat einige Dinge für die Arbeitsgruppe, in der wir beide arbeiten nicht erledigt.
Schreibe ihr einen Brief, bitte sie die Dinge doch zu tun, egal was zwischen uns war bzw. nicht war.
Am Wochenende bin ich auf unserer Geschäftsstelle. Wir arbeiten den ganzen Samstag durch bis in den nächsten Morgen, bevor ich mich ohne Schlaf in den Zug setze. Die U-Bahn zum Bahnhof rollt ein. Übermüdet setze ich mich rein, als der Zug anrollt, übermannt mich die pure Verzweiflung. Irgendwie schaffe ich es, keine Dummheiten zu machen und setze meinen Heimweg fort, auch wenn es mich juckt, um zu drehen und zu ihrer Wohnung zu gehen.
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Versuche die Geschehnisse zu verarbeiten. Gelingt aber kaum. Ich hege keinen Groll gegen Aleta, bin einfach nur traurig.
Bin auf unserer Geschäftsstelle. Zum Glück ist Aleta nicht in der Stadt, weil sie ein Seminar in ihrer Heimatstadt abhält. Bin irgendwie froh darüber, denn ich merke genau, ich bin noch nicht darüber hinweg.
Ein paar Tage später treffe ich Merlin, wie sprechen lange miteinander. Er merkt schnell wie mies es mir geht, meint er müsse mal mit ihr reden. Aber ich lehne es rundweg ab.
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Bin auf unserem Ausschuss. Meine Wiederwahl steht bevor und auch ein Wiedersehen mit Aleta. Werde einstimmig wiedergewählt. Aleta kommt mit Verspätung. Meide ihre Gesellschaft, denn sie ist mir einfach unerträglich.
Der schlimmste Moment war für mich, daß sich ausgerechnet Aleta bei einer Streitfrage auf meine Seite stellt. Würde am liebsten in Grund und Boden versinken.
Am Sonntag verabschiedet sich Aleta von mir. Ich flüstere ihr noch zu, sie solle auf sich aufpassen, denn sie hatte eine Praktikumsstelle angetreten, dummerweise in dem Ort, in dem sich noch unsere Geschäftsstelle befindet.
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Wir sind wieder auf dem alljährlichen Inseltreffen. Ich stehe doppelt unter Druck, die finanzielle Lage unserer Organisation ist angespannt, wie ich herausgefunden habe. Und noch schlimmer ist, daß Aleta zwar an den ersten beiden Tagen meine Nähe angenehm findet, sich aber mehr und mehr zurück zieht.
Während der Vorstandssitzung bin ich voll motiviert, aber mein Blick schweift immer wieder zu Aleta ab, die in der Sonne liegt. Die Vorstandssitzung läuft zu meiner Zufriedenheit, kriege alle Vorschläge durch.
Am Nachmittag suche ich das Gespräch mit ihr. Sie meint wir würden beide nicht zusammen passen. Wie kann sie das sagen, wir kennen uns doch noch gar nicht so weit, als daß man es beurteilen könnte.
Am Abend macht Merlin mit mir einen Spaziergang. Er weiß wie dreckig es mir geht, versucht mich zu trösten. Meint:
„Some day when you don’t expect it you will meet the right one.“
Der Satz hat mich über die folgenden Wochen gebracht.
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Aleta hat mir geschrieben. Sie meint, mein Brief wäre einer der nettesten, die sie jemals bekommen hätte. Freue mich schon auf ein Wiedersehen auf der Demo.
Bin auf der Demo, alle Verbände sind da. Auch Aletas Verband ist verspätet eingetroffen. Aleta fehlt allerdings. Ein Bekannter von ihr bittet mich, ihr ins Gewissen zu reden. Ich weigere mich schlicht weg.
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Ich treffe Aleta auf der Tagung unseres Verbandes. Sie schenkt mir ein Foto des Rosenstraußes, den ich ihr zu ihrem Geburtstag geschickt habe, verbunden mit dem Satz ich solle so etwas nie wieder tun. Einen Satz, den ich nicht eingehalten habe. Aber sie verhält sich kühl. Ich vermute, sie hat einen anderen und bin dementsprechend down.
Schreibe ihr einen Brief, in dem ich ihr mitteile wieviel sie mir bedeutet, aber daß ich einsehe es hätte keinen Zweck und biete ihr meine Freundschaft an. Bitte sie den Brief erst zu lesen, wenn sie im Zug sitzt.
Zu Hause denke ich mir, andere Mütter haben auch schöne Töchter, aber ich schaffe es nicht sie aus meinem Gedächtnis zu verdrängen.
Ich schaffe es irgendwie mich zu konzentrieren und eine vernünftige Prüfung hinzulegen.
Aber meine Gedanken sind ganz woanders.
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Auf dem Seminar nach der Vorstandssitzung sagt mir meine Vorstandskollegin aus Aletas Verband, sie hätte mit Aleta telefoniert und war sehr über Aleta empört. Ich begehe den dummen Fehler und rufe Aleta an. Man kann niemanden anrufen, der gerade emotional derart aufgeladen ist und sich warme Worte versprechen. Die Antwort war dementsprechend kalt. Diese Lehre habe ich damals erhalten. Auf der Rückfahrt war ich emotional in einem sehr schlechten Zustand. Genau der schlechteste Zeitpunkt vor meinen bevorstehenden Prüfungen.
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Ich schicke Aleta 25 rote Rosen zu ihrem Geburtstag. Versuche sie in der Arbeit anzurufen, erhalte die Antwort, sie hätte heute frei. Ich rufe sie daheim an. Sie scheint mir überwältigt von den Rosen. Fröhlich arbeite ich weiter und bereite mich auf die Vorstandssitzung ein paar Tage später vor. Ich freue mich schon auf das nächste Wiedersehen mit ihr und biete ihr an, doch vorher zu mir zu kommen und dann gemeinsam zur Sitzung zu fahren. Sie verspricht es sich zu überlegen.
Schließlich steht meine Wiederwahl bevor. Schreibe in meinen Bericht an den Vorstand, es gäbe nur eine Person, die mich an einer erneuten Kandidatur hindern könnte. Ein Mitglied, dem unsere letzten gemeinsamen Essen während des Ausschusses aufgefallen waren, meinte nur:
„Aha, separated meals.“
Ich fühle mich gut, unser Vorsitzender, der mir auch ein sehr guter Freund ist, den ich daher Merlin nenne, ermahnt mich noch, ich solle weiter machen, denn ich hätte es ihm schließlich versprochen.
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Ich bin wieder für einen Tag in Europa unterwegs. Nehme an einem Seminar teil. Ich treffe ein weiteres Mitglied aus Aletas Heimatstadt. Beim Abendessen komme ich mit ihr ins Gespräch. Diese Frau wird sich in meinem weiteren Leben zu einer sehr guten Freundin entwickeln, ich nenne sie daher Guinevere.
Wir kommen sehr gut ins Gespräch, Guinevere meint, Aleta sei eine sehr ernsthafte Persönlichkeit. Ein wenig teile ich ihre Ansicht, aber ich entschliesse mich, aus ihr eine fröhliche Person zu machen.
Unserem Generalsekretär bitte ich, mir das Datum ihres Geburtstags mitzuteilen, da ich weiß, daß sie in diesem Jahr ihren 25ten Geburtstag feiert. Ihren Geburtstag erhalte ich ein paar Tage später.
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Ich bin zum ersten Mal in Aletas Heimatstadt. Am ersten Tag treffe ich Aleta nicht, bin einerseits traurig und andererseits ganz darüber, weil wir eine anstrengende Vorstandssitzung haben. Aber ich bin abgelenkt, warte begierig darauf endlich auf Aleta zu treffen.
Am zweiten Tag treffe ich auf Aleta. Sofort beginnt mein Herz vor Freude zu hüpfen. Wir essen zusammen an einem Tisch, sie erzählt mir von den Dingen die vorgefallen waren. Ich bin empört – zu Recht. Was dort vorgefallen war, ist unterste Schublade.
Wir unterhalten uns die ganze Zeit, aber irgendwie gelingt es mir nicht richtig, einen Zugang zu ihr zu finden. Ein Teilnehmer des Ausschusses sagt mir, ich wäre die ganze Zeit mit Aleta zusammen. Er ermutigt mich, sie wäre frei.
Auf der Rückfahrt bin ich gespalten. Einerseits freue ich mich über das Wiedersehen mit Aleta, andererseits bin ich mir nicht sicher, ob ich tatsächlich einen Platz in ihrem Herzen habe.
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Ich bin zum ersten Mal in Aletas Heimatstadt. Am ersten Tag treffe ich Aleta nicht, bin einerseits traurig und andererseits ganz darüber, weil wir eine anstrengende Vorstandssitzung haben. Aber ich bin abgelenkt, warte begierig darauf endlich auf Aleta zu treffen.
Am zweiten Tag treffe ich auf Aleta. Sofort beginnt mein Herz vor Freude zu hüpfen. Wir essen zusammen an einem Tisch, sie erzählt mir von den Dingen die vorgefallen waren. Ich bin empört – zu Recht. Was dort vorgefallen war, ist unterste Schublade.
Wir unterhalten uns die ganze Zeit, aber irgendwie gelingt es mir nicht richtig, einen Zugang zu ihr zu finden. Ein Teilnehmer des Ausschusses sagt mir, ich wäre die ganze Zeit mit Aleta zusammen. Er ermutigt mich, sie wäre frei.
Auf der Rückfahrt bin ich gespalten. Einerseits freue ich mich über das Wiedersehen mit Aleta, andererseits bin ich mir nicht sicher, ob ich tatsächlich einen Platz in ihrem Herzen habe.
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Ich bin auf einer Arbeitssitzung unterwegs. Am Abend treffe ich eine Kollegin aus Aletas Verband. Ich weiß inzwischen, daß es in Aletas Verband ziemlichen Ärger gegeben hat. Ihre Kollegin schimpft schwer auf sie, ich verteidige sie, wo ich nur kann. Irgendwann muß ich mir vorhalten lassen, daß ich zu sehr von Aleta eingenommen bin. Sie weiß scheinbar auch von unserem Spaziergang.
Irgendwie frage ich mich, weshalb ich so leidenschaftlich jemand verteidige, den ich in meinem Leben erst viermal gesehen habe. Ich komme zu dem Schluß, es muß wohl Liebe sein.
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Wo Aleta wohnt sind Wahlen. Ich wußte aus unserem Spaziergang bereits, daß wir beide in der selben Partei sind. Unsere Partei hat die Wahl gewonnen und bleibt in der Regierung. Ich rufe sie ein paar Tage später an und wir beide amüsieren uns königlich über die Wahlverlierer.
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Ein Wochenende später ist Vorstandssitzung. Ich mache den gleichen Weg wieder. Wir unterhalten uns im Vorstand über den neuen Generalsekretär. Auch Aleta wird in Erwägung gezogen, sie ist derzeit Vorsitzende des Verbands in ihrem Heimatort. Ich unterhalte mich mit ihrer Kollegin, die auch in unserem Vorstand, später auf dem Weg zum Essen über sie. Sie meint, sie wäre nicht die ideale Lösung, dem ich vehement widerspreche.
Irgendwie wäre es toll, mit ihr zusammen zu arbeiten, um sie näher kennen zu lernen. Aber irgendwie ist mir nicht wohl bei der Sache. Denn ich erkenne, ich habe mich – ohne es zu merken – in sie verliebt. Meine Kollegin spricht mich auf den Spaziergang an, ich antworte ausweichend.
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Wir fahren mit dem Zug nach Bonn. Wir unterhalten uns köstlich. Beim Umsteigen in Köln vergesse ich meinen Anorak im Zug. Wieder etwas, was ich mir lange vorhalten lassen muß. Ich halte meinen Vortrag, bringe Aleta am Abend in ihre Heimatstadt. Wir verabschieden uns und sie winkt mir aus dem Zug. Ich fühle mich gut.
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Ich musste ín die Stadt und kam zurück nach an dem Seminarort, dafür waren andere da. Aleta war die Einzige, die ich noch näher kannte, denn die anderen Teilnehmer waren schon weg. Aleta fragt mich, ob ich Lust auf einen Spaziergang hätte, ich habe.
Wir plaudern über verschiedene Dinge und ich merke immer mehr, wie sehr mich ihre Intelligenz und ihre Feinfühligkeit fasziniert. Eigentlich eine tolle Frau denke ich mir und versuche zu ergründen, wie sie von mir denkt. Aber ich schaffe es nicht.
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Eines Tages musste ich einkaufen gehen, unter anderem Kaffee. Dummerweise habe ich Kaffee mit ganzen Bohnen eingekauft, was mir unser Generalsekretär sehr verübelt hat. Vor lauter Frust habe ich mir die Tüte mit den Bohnen gegen den Kopf geschlagen, was nur dazu geführt hat, daß die Tüte aufging und die Kaffeebohnen sich über die ganze Küche ergossen.
Aleta hat sich königlich darüber amüsiert und mir die Geschichte jahrelang vor gehalten.
Aber da ich am Wochenende noch nach Bonn musste, um dort einen Vortrag zu halten, erzählte ich Aleta von der Tagung. Sie war damals recht interessiert und da ihre Co-Teilnehmerin aus ihrem Verband früher abreisen musste, trat sie den Heimweg sowieso alleine an. Ich habe ihr damals angeboten, doch eine Nacht länger in bleiben und dann gemeinsam mit mir nach Bonn zu reisen. Sie nahm das Angebot an.
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Aleta fiel mir damals auf, weil sie stets früh schlafen ging und am nächsten Morgen die Teilnehmer mit Schlägen eines Kochlöffels auf Kochtöpfe geweckt hat. Zweimal habe ich sogar mitgemacht und wir beide haben uns königlich amüsiert.
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Inzwischen wußte ich, daß es mit Aleta und dem Anderen doch nicht so weit her war. Denn am nächsten Tag stand in der Seminarzeitung:
„No fe-male hasn’t responded yet.“
War der Running Gag im Seminar. Der Typ ist dann auch an diesem Tag abgereist.
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Doch weit gefehlt, wir arbeiten an einer Seminarzeitung und der Andere wurde dabei besonders auf die Schippe genommen. Er war damals der einzige, der email hatte und wurde aufgrund seiner primitiven Anmache:
„Looking for a fe-male“
recht veräppelt.
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Ich bin auf einem Seminar. Aus der Teilnehmerliste, die ich vorab hatte, wußte ich, daß der Andere kommen würde. Ich wußte auch, daß die aus dem B-Verband mit zwei Teilnehmerinnen, eine davon Aleta, vertreten sein würden. Das Liebespaar würde also das Seminar nutzen, die Sache weiter auszubauen, denke ich bei mir.
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Ich bin auf dem Kongress unserer Organisation. Meinen Rechenschaftsbericht habe ich gewissenhaft vorbereitet. Ich ernete einen großartigen Lacherfolg, da ich die Einführung meines Berichts an Marin Luther Kings Rede „I have a Dream“ angelehnt habe. Selten habe ich mich so gut gefühlt.
Aber der Schein der Guten hat oft schon den Schein des Schlechten in sich.
Aleta war in auch da, aber ich kann mich bis heute nicht daran erinnern, sie damals wahr genommen zu haben.
Wahrscheinlich deshalb, weil sie mir damals vergeben schien.
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Das alljährliche Event auf einer kleinen Insel. Ich nehme Aleta wahr, aber unterhalte mich kaum mit ihr. Nur einmal fällt sie mir bewußt auf. Als sie mich wegen meiner Raucherei ärgert. Ein anderer hat den Arm um sie gelegt. Ich denke mir, die beiden haben sich verliebt und nehme es einfach zur Kenntnis, auch wenn ich mir denke, eigentlich schade.
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Nach dem netten Tag gestern, verläuft auch der heutige Tag recht ergiebig. Irgendwann am Nachmittag bringen wir die auswärtigen Gäste zum Bahnhof. Zufällig läuft Aleta neben mir und sie fragt mich irgendetwas. Ich erzähle ihr aufgrund meiner jahrelangen Erfahrung ein paar Anekdoten, die eigentlich nur eine interne Sache sind.
Ein Mitglied meines eigenen Verbandes ärgert sich über mich und meint, ich solle den aus dem zweiten das besser nicht erzählen.
Ich ärgere mich selbst über meine eigene Dummheit, warum ich jemanden, den ich noch nicht kenne, derartige interne Dinge erzähle. Später frage ich mich, warum ich dieser Frau so vertrauensseelig und naiv entgegen gekommen bin.
Offen gesagt, ich weiß es heute noch nicht.
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Ich bin auf einer Tagung einer Non-Governmental Organisation. Alle Organisationen sind vertreten, denn wir wollten unseren Verbände besser miteinander vernetzen.
Bis auf die Freunde des eigenen Verbandes kenne ich kaum jemanden der anderen Verbände..
Der zweite Verband ist mit drei Mädels angereist, von denen ich zwei schon ganz gut kenne die Männer aus dem dritten kenne ich gar nicht.
Die zwei Männer aus dem dritten Verband machen viel Betrieb, wir unterhalten uns köstlich, alle haben viel Spaß und beratschlagen, welche gemeinsamen Projekte wir miteinander unternehmen könnten. Aber irgendwie langweile ich mich ein wenig, meine Gedanken und mein Blick schweift ab.
Plötzlich fällt mein Auge auf die dritte Frau aus dem zweiten Verband. Sie beteiligt sich kaum an der Diskussion, scheint mir recht schüchtern. Ich schaue in der Teilnehmerliste nach und erkenne ihren Namen als Aleta denke mir nichts weiter dabei. Ich denke mir noch, die ist doch eine recht Nette, aber eine Stimme sagt mir, die ist nichts für dich. Vor allem, weil sie sich mehrfach intensiv mit ihrem Nachbarn austauscht, von dem ich bisher dachte, er hätte keine Freundin. Daher hat sie mich nicht weiter interessiert.
Nur einmal höre ich noch, wie sie von ihrem letzen Freund spricht, aber das bekomme ich nur am Rand mit.
Der ganze Tag ist voller Amüsement und auch der Abend ist recht unterhaltsam. Ich nehme sie gar nicht wahr und amüsiere mich köstlich mit den Männern, die immer wieder anstossen wollen. Den ganzen Abend hör ich beim Anstossen nur:
„O Louga“
Irgendwann gehen wir schlafen.
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Über mich
Vor vielen Jahren habe ich eine bezaubernde, intelligente Frau kennen gelernt, in die ich mich - zwar nicht auf den ersten Blick - verliebt habe. Sie konnte diese Gefühle lange nicht erwidern, es war und ist ein ständiges Auf und Ab der Gefühle.
Ich möchte die Namen der Frau, die ich so sehr liebe und immer lieben werde, nicht nennen, weshalb ich ihren und auch meinen richtigen Namen nicht nennen werde. Da ich ein großer Comic-Fan bin, nenne ich die Frau, die ich so sehr anbete, einfach Aleta. Ich selbst nenne mich Eisenherz.
Denn ich habe in den letzten Jahren oft ein eisernes Herz benötigt, um all die Enttäuschungen, die ich mit ihr erlebt habe, zu überwinden. Aber ich weiß auch, daß sie es mit mir nicht immer leicht gehabt hat und auch sie unter den Enttäuschungen, die sie mit mir hatte, genauso gelitten hat.
Aber es wäre ungerecht, nur von Enttäuschungen zu schreiben. Ich habe mit ihr viele schöne Momente erlebt, die zu den schönsten Augenblicken meines Lebens gehören. Allein dafür verdient sie es so von mir so geliebt zu werden, wie ich sie liebe.
Ich weiß nicht, was die Zukunft bringen mag. Vielleicht werden wir beide zusammen kommen, was ich mir von ganzem Herzen wünsche, vielleicht auch nicht. Egal, was die Zukunft bringen mag, ich wünsche ihr nur das Allerbeste und das Allerschönste.
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